Logbuch: Tango Querido in Kassel

Tanz in die Zukunft: Teil 6

In unserer Reihe "Tanz in die Zukunft" stellen wir Tango-Professionals und ihre Pläne für die Zukunft vor. Wie sind sie durch die Krise gekommen? Was planen sie für den Re-Start und die Zeit danach? Susanne Helalat berichtet über das Tango Querido in Kassel:


Durch die Pandemie kreuzen - Cruzar la pandemia

Arbeiten unter ständig wechselnden Bedingungen


Studio Tango Querido in Kassel

Zuerst nahm ich vor allem die Panik in allen Meldungen wahr und sträubte mich dagegen. Nach und nach wurde ich aber demütiger. Noch bevor das Ordnungsamt bei uns anrief, hatten wir schon unsere Tanzschule geschlossen.

Für mich* war 2019 ein sehr aktives Tangojahr gewesen, zwei große Projekte gehörten dazu, wie - ’30-Jahre Tango in Kassel’ - Feier gemeinsam mit den Tangoschaffenden in Kassel - TangoTanztheater-Projekt ‚Maldito Tango’ auf die Beine stellen und aufführen.


Als der Lock-Down begann, bemerkte ich, dass ich mich über die Weihnachtsferien nicht genug erholt hatte. Erstmal durchatmen. Dann fingen wir recht schnell an, Filme für unsere Schüler:innen zu produzieren. Die Filme zu produzieren machte wiederum sehr viel Spaß. Allerdings haben die meisten Leute mehr Spaß gehabt, sie zu gucken, als damit zu arbeiten. Andere wiederum haben sie sehr intensiv zum Üben genutzt.

Ab Mitte Mai legten wir los mit dem sogenannten Präsenz-Unterricht mit Hygienekonzept. Die Leute waren sehr froh und dankbar, wieder ihrem Hobby nachgehen zu können. Andere waren zu diesem Zeitpunkt wegen des Infektionsrisikos bereits abgesprungen, die ersten Monatsbeträge wurden gecancelt. ‚Milongas‘ fanden statt, mit Abstand, fester Anmeldung, begrenzter Personenzahl und ohne Partnerwechsel. Das ging besser als gedacht und es kam sogar eine gewisse Atmosphäre an den Abenden auf. Es war schön, sich wieder zu begegnen. Ende Oktober gelang es uns sogar n