Vorgestellt: Musiktipps aus der Redaktion - Teil 10

Astor Piazzolla zum 100. Geburtstag


Astor Piazzolla / Libertango (1977) - Les archives de la RTS bei YouTube


Was wäre aus dem Tango geworden, wenn es in den 1980ern kein Revival gegeben hätte? Wenn es 1982 beispielsweise das „Horizonte“-Festival in Berlin nicht gegeben hätte, wo Astor Piazzolla zu Gast war? Events wie dieses haben sicher dazu beigetragen, dass gerade in Europa viele Tänzer*innen auf den Tango aufmerksam wurden. Einige fühlten sich animiert, sogar Tango tanzen zu lernen. Und wer weiß, was aus dem Tango in Buenos Aires geworden wäre, wenn Protagonisten wie Piazzolla den Tango Nuevo nicht in die Welt getragen hätten (am Rande sei bemerkt, dass es auch für Piazzolla ein Leben vor dem Tango Nuevo gab: Er spielte im Orchester von Anibal Troilo. Sein erstes eigenes Orquesta Típica gründete er 1946).

Piazzollas „Tango Nuevo“ ist für einige rein konzertant. Für andere gibt es durchaus Spielraum: Sie tanzen auf „Libertango“, „Adiós Nonino“ oder „Verano Porteño“. Ob Piazzolla in eine Milonga gehört oder nicht, muss jeder Tango-DJ für sich entscheiden. Und jeder Tänzer, jede Tänzerin, muss für sich entscheiden, ob er/sie sich auf die Tanzfläche begibt - oder sich ein Glas Rotwein bestellt. Eine Grundsatzdiskussion darüber ist müßig. Eine Regelaufstellung überflüssig.

Ich selbst habe Stücke von Piazzolla auf Milongas aufgelegt. Nachfolgend ein paar Titel zur Inspiration:






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