Vorgestellt: Musiktipps aus der Redaktion - Teil 7

Im Rhythmus der Veränderung

Keine Milonga ohne Juan D’Arienzo



Tangomusik von Juan D'Arienzo

Über die Musikzusammenstellung eines Tango-DJs wird oft und gerne diskutiert - und gestritten. Was sollte er auflegen - und was eher nicht!? Achtet er auf die Regeln einer traditionellen Milonga und konstruiert die Tandas und Cortinas wie von den eingefleischten traditionellen Milongueros erwartet - oder fühlt er sich frei in seiner Kunst und überrascht sein Publikum mit immer wieder neuen Elementen, ohne dabei die Tänzer*innen zu verschrecken? Und vor allem: Ohne sich all zu weit vom Charakter eines Tango-Tanzabends zu entfernen!

Unstrittig ist sicher, dass die Musik von Juan D’Arienzo auf keiner Milonga fehlen darf. Schon allein, weil es von ihm etliche Tonaufnahmen gibt (was zumindest in den 1930er und 1940er-Jahren nicht selbstverständlich war), kommt man an den argentinischen Musiker mit italienischen Wurzeln nicht vorbei.1926 gründete er sein „Juan D’Arienzo y su Orquesta Tipica“. Den Beinamen „El Rey del Compás“, den „König des Takts“, verdankt D’Arienzo seinen unverwechselbaren rhythmischen Arrangements. Später spielte er zusammen mit Anibal Troilo, Fracisco Canaro, Osvaldo Fresedo und Osvaldo Pugliese im „Quinteto de Oro“ und brachte neue Stilmittel in den klassischen Tango ein. Es sollte, wie es heißt, ein Schritt in die Erneuerung des Tangos sein. Und die Geschichte der einzelnen Tango-Epochen zeigt, dass sich der Tango (wie das Leben selbst) immer wieder verändert hat und verändern musste, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Nachfolgend 5 Titel/Arrangements von Juan D’Arienzo aus verschiedenen Schaffensperioden: „Este es el rey“ (1971), „Loca“ (1956/1957), „Tucumán“ (zwischen 1946 und 1950), „Rie Payaso“ (zwischen 1938 und 1942), „Paciencia“ (zwischen 1935 und 1938).

Die vorgestellten Stücke sind bei Spotify zu finden:

(Einfach auf PLAY klicken und kostenlos anmelden, um die Lieder in ganzer Länge zu hören):







Linktipp:

>> Mehr Info zu Juan D'Arienzo bei Wikipedia


Foto: Aus dem Archiv von tango-argentino-online.com

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