Normalität hat Pause

March 13, 2020

Tango in Zeiten des Coronavirus. Das bedeutet: Viele Milongas wurden und werden abgesagt. Aus nachvollziehbaren Gründen. Tangoschulen setzen die Tangokurse aus - oder denken zumindest darüber nach. Die Berliner Autorin Lea Martin hat sich entschlossen, ihre Kolumnenreihe "In Love with Tango" mit dem aktuellen Thema zu ergänzen, denn auch die Tangoszene kann dem Coronavirus nicht ausweichen. Nachfolgend eine erste Leseprobe:

 

"Tangotänzer/innen sind der tragende Teil der Tangoszene. Wir profitieren von dem zuverlässigen Engagement von Tango-Profis, ohne uns weiter da- rum kümmern zu müssen. Normalerweise. Doch die Normalität hat Pause. In Berlin wurde als erstes die Milonga Popular abgesagt. Es folgte die schöne Idee des Nou, die Milonga-Musik zu streamen, verbunden mit einem Spendenaufruf. Auch das Tangotanzenmachtschön ruft zu Spenden auf. Das Tangoloft und das Art. 13 unterbrechen ihren Betrieb, ohne Spendenaufruf. Werden ihnen die Einnahmen nicht fehlen? Werden hier keine laufende Kosten gezahlt, vor allem hohe Mieten? Wenn jede/r der ca. 20.000 Tangotänzer/innen in Berlin von dem Geld, das er oder sie aktuell nicht auf Milongas ausgibt, auch nur einen Euro pro Monat spendet, würde die finanzielle Situation von Tangoschulen und ihrem Lehrpersonal entspannt. Die Tango-Profis würden spüren, dass wir sie tragen."...

 

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Foto: Aus dem Archiv von tango-argentino-online.com 

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