Tango Kolumne
Teste deine Tangosucht

 

EINBLICKE IN DIE TANGOSZENE: Teil 58 DER REIHE VON LEA MARTIN

Kolumne teste deine Tangosucht

Die Grenzen sind fließend. Wie bei jeder Sucht. Ob es noch Leidenschaft ist oder schon Tangosucht, die uns Nächte durchtanzen lässt, wer will das messen..?!

Hinweis: Der Test erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.

Wie oft gehen Sie Tango tanzen?

A: Höchstens ein- bis zweimal pro Woche

B: Drei- bis viermal pro Woche
C: So oft wie möglich

Wie viel Zeit investieren Sie in Tango?

A: Ca. sechs Stunden (ein Kurs plus eine Milonga pro Woche)

B: Ca. zwölf Stunden (zwei Kurse plus zwei Milongas)
C: Mehr als zwölf Stunden pro Woche

Wie viele Tanzpartner/innen haben Sie?

A: Ein bis drei feste Tanzpartner/innen
B: Für Kurse habe ich feste Tanzpartner/innen, auf Milongas gehe ich allein

C: Ich habe immer wieder wechselnde Tanzpartner/innen

Haben Sie Hobbies außerhalb des Tangos?

A: Ja, natürlich, mein Leben besteht nicht nur aus Tango.

B: Im Moment erfüllt mich der Tango vollkommen.
C: Ich verbringe möglichst jede freie Minute mit Tango.

Und nun zählen Sie, wie oft Sie A, B oder C angekreuzt haben, um zu erfahren, welcher Tangotyp Sie sind. Sie haben Ihre Kreuze zu gleichen Teilen verteilt..?! Kein Problem, lesen Sie einfach beide Rubriken.

A: Typus „Genießer/in“ 

Sie genießen den Tango in vollen Zügen. Und er dankt es Ihnen, indem er Sie glücklich macht. Gerade weil Ihr Leben nicht nur aus Tango besteht, wissen Sie seine Sinnlichkeit, seine Musikalität und seine Schönheit besonders zu schätzen. Vielleicht wird eher kein/e Tango-Marathon-Meister/in aus Ihnen. Aber das ist auch nicht Ihr Ziel. Sie lieben den Tango, er bereichert Ihr Leben. Kleiner Tipp: Lassen Sie sich nicht verunsichern durch andere, die mehr oder (vermeintlich) besser tanzen als Sie. Der schönste Tango ist der, den man genießt.

B: Typus „Leidenschaft“ 

Sie haben im Tango ein Hobby gefunden, das zugleich Leidenschaft ist. Sie lieben den Tango, weil er Widersprüche vereint. Wie Sie selbst ist er zugleich wild und zart, aufregend, sinnlich, hochkonzentriert, eine andauernde Herausforderung. Sie lieben die Atmosphäre auf Milongas, die Begegnungen mit Menschen, die Berührungen auf dem Parkett. Der Tango lockt Sie aus der Reserve. Sie geben sich ihm hin. Kleiner Tipp: Bewahren Sie sich die Balance zwischen Tango und Ihrem sonstigen Leben und seien Sie stolz, diese Kunst zu beherrschen.

C: Typus „Suchtpotential“ 

Der Tango ist Ihr Leben. Oder zumindest kommt Ihnen das so vor. Möglicherweise soll der Tango Sie über Enttäuschungen hinwegtrösten und für ein Leben entschädigen, das Sie nicht führen. Er gibt Ihnen verlorene Sehnsüchte zurück, jedenfalls solange der Rausch andauert. Umso herber ist das Erwachen. Deshalb versuchen Sie die Phasen ohne Tango so kurz wie möglich zu halten. Kleiner Tipp: Denken Sie über eine Tangopause nach. Um dem nachzugehen, was der Tango in Ihnen geweckt hat, und es in Ihr Leben zu tragen. 

 

 

"Teste deine Tangosucht" aus „Tango Dreams“

 

Alle Rechte (Text) bei Lea Martin, Berlin 2018
Foto: tangokultur.info

 

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